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9.29.2005

Für alle Babyfreunde

Arthur auf der Straße

Mehr Straßenkunst findest du auf woostercollective.com

9.28.2005

Konsumhaltung

Gerade denke ich darüber nach, wie Konsumhaltung von Menschen in Gemeinden entsteht. Aus vielen Ecken vernimmt man den Ruf von Verantwortlichen, dass die Menschen in ihrer Gemeinde sich nicht einsetzen. Sicherlich bedeutet das, dass sie sich nicht in der Weise einsetzten, wie es erwartet wird. Trotzdem ist eine gewisse Konsumhaltung fest zu stellen.

Als jemand, der das Priestertum aller Gläubigen vertritt und sehr viel Wert darauf legt, dass jeder sich in die Entwicklung und Prägung einer Gemeinde einbringen kann, frage ich mich gerade - wie gesagt - woher die Konsumhaltung kommt.

Könnte es sein, dass die Konsumhaltung nur ein Ausdruck dessen ist, dass vieles einfach fertig präsentiert wird und wirkliche Mitsprache und MItgestaltung gar nicht möglich sind?

Oder resultiert die Konsumhaltung aus einer enormen Belastung im Alltag durch Schule, Studium und Beruf?

Oder ist die Konsumhaltung nur ein Ausdruck von Desinteresse und eben Grund in sich selbst?

Freue mich auf deine Gedanken.

9.27.2005

Google wird 7

Habe gerade gelesen, dass Google heute 7 Jahre alt wird.

Was soll man dazu sagen? Sehr geile Sache, dass eine Suchmaschine in 7 Jahren so einiges erreicht: sozusagen täglicher Bestandteil meiner Internetresearches, in meinen Wortschatz übergegangen, damit kannst du diesen Blog durchsuchen, alle möglichen Blogs durchsuchen, Seiten übersetzen, usw.

Hut ab!

Freiheit und der Preis der eigenen Meinung

Bei meinem täglichen surfen durch die Nachrichten ist mir schon gestern ein Artikel über Zensur in China aufgefallen. Darin wurde berichtet, dass China daran interessiert ist das Internet nur mit guten Inhalten zu füllen, die der positiven Entwicklung des eigenen Staates dienen... was sich hier recht nett anhört bedeutet jedoch krasse Zensur.

Heute habe ich jetzt einen Artikel über so genannte "Cyber Dissidenten" gefunden. Es wird darin über Internetzensur im Iran und in China berichtet und auf Reporter ohne Grenzen hingewiesen.

Diese Organisation hat ein Handbuch für Blogger herausgebracht, das wie folgt beschrieben wird:
Das weltweit erste Handbuch dieser Art enthält praktische Tipps und technische Ratschläge für Internet-Tagebücher. Es erklärt, wie man online anonym bleiben kann und Zensur und Filtermechanismen umgeht. Außerdem wird beschrieben, wie man Blogs optimiert, bekannt macht und mit Hilfe grundsätzlicher ethischer und journalistischer Prinzipien Glaubwürdigkeit etabliert.
[Quelle]

Das Handbuch kann hier heruntergeladen werden.

9.26.2005

Einflüsse

Die folgende Aussage von Keener hat mich wieder einmal darüber ins Nachdenken gebracht, welch positiven Einfluss es auf unser Gemeindeverständnis haben kann, wenn wir gängige Strukturen und Handhabungen aufgrund philosophischer und gesellschaftlicher Beobachtungen hinterfragen.

„Paulus war jedoch wahrscheinlich der Erste, der die These aufstellte, dass jedes Mitglied der religiösen Gemeinschaft eine spezielle Funktion innerhalb des einen Leibes habe, und damit die Trennung der Glaubensgemeinschaft in Priester und Laien, wie sie in fast allen antiken Religionen bestand, aufhob.“

[Craig S. Keener, Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments: Historische, kulturelle und archäologische Hintergründe, Band 2, Übersetzer: Denzel / Naumann (Neuhausen-Stuttgart: Hänssler, 1998), 215.]

Wenn Paulus als einer der ersten die Trennung zwischen Priestern und Laien aufhob, dann frage ich mich, ob es ein positiver Einfluss war, der diese Trennung wieder in den Gemeinde etablierte?

9.22.2005

Meine Religion

Gerade habe ich mir in der aktuellen NEON den Artikel über die "wichtigsten Weltreligionen" durchgelesen. In diesem Artikel stellt Christoph Koch Buddhismus, Katholizismus, Islam, Judentum, Taoismus/Konfuzianismus, Atheismus und Kapitalismus nebeneinander. Dabei geht er nach einem Schema vor, das nach dem Boss, Ziel, Worst Case, Regeln, Vorteil, Aussehen, Essen, heiligen Orten, klugen Sätzen und danach was nach dem Tod passiert fragt. Am Ende wird die jeweilige Religion in einem Wort zusammengefasst. Und ich überlege mir, ob jemand von uns eine Religion hat, die er nach diesen Kriterien hier auf der NEON Seite beschreiben würde.

9.20.2005

Konzentration

Sitze hier an meinem Schreibtisch und denke und tippe eigentlich gerade an einer Arbeit für mein Studium. Wie hin und wieder fliegen meine Gedanken dann nach links und rechts anstatt einfach bei der Sache zu bleiben. Jetzt verlinke ich noch schnell die Leseprobe des Konzentrationsartikels in der neuen NEON: hier. Am Ende des Artikels steht, dass die Konzentration dadurch gesteigert wird, dass man anfängt... von daher werde ich mal wieder weitermachen.

9.19.2005

Wie unsere Demokratie funktioniert...

Kristov hatte ja bereits vor der Wahl darauf hingewiesen, dass uns diese Wahl tiefe Einblicke in die Funktion unserer Demokratie ermöglicht. Wir können lernen, wie das alles rechtlich vor sich geht.

Und nachdem die Wahl nun so knapp ausgegangen ist, können wir wieder etwas lernen: wie kommt es zu einer Bundeskanzlerin oder einem Bundeskanzler? heute.de hat dazu einen interessanten Artikel online gestellt.

Und ich habe noch eine Frage: Welche Auswirkungen hat denn jetzt der Dresdner Wahlbezirk, der noch wählen wird?

Stabile Regierung

Das war wohl mein Lieblingswort des gestrigen Abends, wurde es doch von allen großen Parteien benutzt - auch wenn es die Einzelnen unterschiedlich gefüllt haben. Leider waren die Reden der großen deutschen Politiker gestern abend nicht sehr cool. Etwas viel Machthunger und sonstige Prollverhalten wurden sichtbar.

Rot-Grün ist vorbei und Schwarz-Gelb wird nicht kommen. Das letztere ist für mich zumindest eine gute Nachricht, bleibt nur die Frage, wie es jetzt zu einer »stabilen Regierung« kommen wird. Ich hoffe und bete, dass Wege und Kompromisse gefunden werden, die unserem Land gut tun und vielleicht auch über den Stolz mancher Politiker hinausgehen.

9.16.2005

Ins Netz gegangen

Um mich und vielleicht den ein oder anderen geehrten Leser an eine Seite zu erinnern, auf der man interessante Artikel findet, erscheint heute mal wieder ein Post, der eigentlich nur eines will: vernetzen.

| lars-klein.com |

9.13.2005

Postmoderne Theologie

Gerade bin ich über einen interessanten Link zum Thema postmoderne Theologie gestolpert: check it out!

9.09.2005

Deutschland und die Wahl

Es scheint so, als solle diese Wahl keine ganz normale Wahl werden. Zunächst ist sie eine vorgezogene Wahl, da der Bundeskanzler nicht mehr genug Vertrauen in seine Politik annahm. Dagegen hatten zwei Abgeordnete geklagt, und jetzt entbrennt ein Streit darüber, wie man mit der Regelung der Nachwahl umgehen soll, die in Dresden durch den Tod einer NPD-Kandidatin notwendig wurde. Sollen die Hochrechnungen bereits am Abend des 18. September verkündet werden, auch wenn frühestens eine Woche später in Dresden gewählt wird? Ist es angebracht die Hochrechnungen noch zurück zu halten...

Viele Fragen werden diskutiert. Und manch einer gibt dazu einen Kommentar, den er meiner Meinung nach besser für sich behalten hätte: "Das kann man vielleicht in Afrika machen, dass man zwei, drei Wochen später ein Wahlergebnis verkündet, aber nicht in der Bundesrepublik" sagte der FDP-Generalsekretär Dirk Niebel [zitiert von hier] gegen eine Zurückhaltung der Veröffentlichung. Ob eine Politik mit Beteiligten, die zum einen abfällig über unsere Ostdeutschen Mitbürger oder wie in diesem Fall gegen einen ganzen Kontinent reden wirklich besser ist?

Was denkst du über die Zurückhaltung der Hochrechnungen?
Brennst du darauf zu erfahren wie die Wahl ausgeht?

9.08.2005

Über Leihen und gute Ratschläge

»Bedürftigen helfen heißt dem Herrn etwas leihen,
der wird es voll zurückerstatten.«
[Sprüche 19,17]

»Befolge gute Ratschläge und lass dich korrigieren,
dann bist du am Ende ein weiser Mensch.«
[Sprüche 19,20]

9.07.2005

Moltmann über Gemeinde

„Erst in dieser theologischen Dimension der Passion Jesu wird vollends deutlich, warum die Gemeinde Christi aus der Kreuzeshingabe lebt, glaubt und hofft. Sie ist die Gemeinschaft jener Gottlosen, die durch Jesu Gottverlassenheit die Gottesgemeinschaft gefunden haben. Sie ist die Gemeinschaft jener Sünder, die durch den, der für sie zur Sünde gemacht wurde, zur Gerechtigkeit gekommen sind. Sie ist die Gemeinschaft der Verfluchten, die durch den stellvertretenden Fluchtod Jesu gesegnet wurden und zum Segen werden. Und weil der Vater durch den Tod des Sohnes »die Welt« mit sich versöhnte, gilt ihr neues Leben zugleich dem Dienst der Versöhnung an der Welt. Sofern mit dem Hebräebrief die Hingabe Christi am Kreuz als priesterlicher Dienst bezeichnet werden kann, folgt daraus das allgemeine Pristertum aller Gläubigen. Sie alle sind »Botschafter der Versöhnung« an Christi statt. Sie leben in der Gemeinschaft mit Gott kraft der Hingabe Christi für sie. Dadurch ist auch ihr Leben zur Hingabe bestimmt, d.h. zur Liebe, zur Stellvertretung und zur Fürbitte. Das trennt sie nicht von der Menschheit und erhebt sie auch nicht über andere.“

[Moltmann, Jürgen. Kirche in der Kraft des Geistes: Ein Beitrag zur messianischen Ekklesiologie. 2. Auflage. München: Kaiser, 1989.]

9.02.2005

Gedanken zu dem Begriff »Postmoderne«

Ähnlich wie der Begriff »flache Hierarchie«, über den ich kürzlich etwas geschrieben habe, wird auch der Begriff »Postmoderne« sehr gerne verwendet.

Zu diesem Begriff könnte man, dessen bin ich mir bewußt, mehr als nur einen kurzen Post schreiben - vielleicht ganze Bücher oder gar in der Auseinandersetzung einen Teil einer Bibliothek... in diesem Post möchte ich jedoch eine Beobachtung aufschreiben, die mir in der Reflektion dessen deutlich wurde, was ich im Kompendium Kulturgeschichte gelesen habe.

Ute Daniel schreibt auf Seite 150:
»Postmoderne« bezeichnet einen Streit, der anliegt, nicht aber etwas, das - als ästhetische oder wissenschaftliche Theorie oder als Philosophie - vorliegt. Die einzige Bestimmung, die ihr gegeben werden kann, ist m.E., daß sie sehr grundsätzlichen Debatten den Namen gibt, von denen in den letzten Jahrzehnten keine kulturwissenschaftliche Disziplin unberührt geblieben ist.

Mit dieser Aussage holt sie die Erwartungen einer ganz neuen, anderen Epoche herunter auf eine Ebene, die in Verbinung mit der Geschichte steht. Es scheint, als wollte sie darauf hinweisen, dass es sich bei Postmoderne nicht um das ganz andere, neue handelt, das ohne jede Beziehung zu davor dagewesen jetzt anbricht, sondern dass sie eher Prozesse der Auseinandersetzung mit den Grundsätzen verschiedener Bereiche der Gesellschaft und des Lebens bezeichnet.

In dieser Weise schreibt sie auch darüber, dass diese Auseinandersetzung mit den Grundsätzen oft auf ein polemisches Niveau gerät:
Gemeint ist die Befürwortern wie Gegnern der »Postmoderne« gemeinsame Tendenz, die größte Phantasie auf das Erfinden derjenigen gegnerischen Position zu verwenden, zu deren Bekämpfung aufgerufen wird. [Seite 156]

Die Aussagen von Daniel beziehen sich auf die Diskussion innerhalb der kulturwissenschaftlichen Disziplinen. In der Reflektion dessen fielen mir jedoch eine Menge Diskussionen ein, die ich hatte und in denen ähnliche Dinge passiert sind. Im Bereich von Gemeindebau und Theologie sind wir an einen Punkt gekommen, an dem ebenfalls solche Diskussionen ablaufen [und das ist natürlich nicht erst seit Kurzem so].

Trotz allem Verve [ein schönes Wort], sollten wir meiner Meinung nach darauf achten, dass wir nicht alle Phantasie darauf verwenden die jeweiligen Positionen und Grundsätze dermaßen zu verzerren, dass sie den Bezug zur Realität verlieren.
Das Schreckgespenst, in das die Diskutanten ihr jeweiliges Gegenüber verwandeln, ist ebenso verzerrt wie die jeweils eigene Position gewissermaßen entzerrt, d.h. mit einer außerhalb des Streitzusammenhang eher seltenen Aura von Selbstverständlichkeit und Unangreifbarkeit dargeboten wird. [Seite 157]

In dieser Weise ist dieser Post ein Plädoyer für einen realistischen Diskurs, der sich nicht in Grabenkämpfen verliert, sondern sowohl positive Errungenschaften der Generationen vor uns würdigt, als auch Veränderung fördert... vielleicht vor allem ein Plädoyer an mich selbst.

9.01.2005

links und rechts

"Das Schema, das in allen Variationen wiederkehrt, ist das des Gegensatzes zwischen horizontaler oder egalitärer Vision der Gesellschaft und vertikaler oder nichtegalitärer Vision", beschrieb der italienische Philosoph Norberto Bobbio vor einigen Jahren die Trennlinie zwischen Linken und Rechten.

Das ist ein Zitat aus einem Artikel über links und rechts in der Politik, den du hier ganz lesen kannst.

Fröhlichkeit

»Fröhlichkeit ist gut für die Gesundheit,
Mutlosigkeit raubt einem die letzte Kraft.«

[Sprüche 17,22]