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4.08.2005

Ausgehen / Third Place

In seinem Buch The Search to Belong schreibt Joseph R. Myers über die Veranda als einen Ort zwischen dem öffentlichen und intimen Raum. Er spricht davon, dass es diese Orte in unserer Gesellschaft nicht mehr in der Weise gibt, dass sie zu privaten Häusern gehören, sondern, dass sie vielmehr in der Art vorhanden sind, die man auch als Third Place bezeichnet – einem Café zum Beispiel.

Nun habe ich darüber nachgedacht, ob ich seiner Aussage zustimme, dass wir Menschen nicht mehr zu uns nach Hause einladen, sondern uns eher mit ihnen an einem solchen Third Place treffen.

Bei mir persönlich ist das glaube ich nicht so – ich lade gerne Leute ein und sitze gerne bei uns im Wohnzimmer. Mich würde interessieren, wie das bei dir ist und wie du darüber denkst.

> freue mich über deinen Kommentar.

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Thinking about the following thought from Joseph R. Myers:

„When I want to get together with friends, I don’t invite them over. We go to a neutral place – a median space. These places provide the space between public and intimate. They provide the space for „personal and community“ discussions. They provide front porch.“ [Joseph R. Myers. The Search to Belong, 129]

Personally I enjoy inviting people to my flat and hang around with them in our living room. What about you? What are your thoughts according to this subject?

> looking forward to read from you.

6 Comments:

At 12:04 PM, Blogger Johannes Kleske said...

Das ist gemischt bei mir. Ich liebe es Leute bei mir zu haben (siehe Blogeintrag von neulich). Das Problem ist, dass ich dann meist im Martha-Style am rumflizen bin und Lattes mache oder sonstiges. In nem Cafe kann ich mich ganz auf meinen Gegenüber konzentrieren. Das kostet mich aber auch mehr.
Im Endeffekt mache ich beides gerne.

 
At 12:05 PM, Blogger Lewis(aka björn Wagner) said...

Ich finde zuhause eingentlich cooler, weil es auch bequemer für mich ist. Aber für die meisten Menschen, mit denen ich mich treffe, ist es einfacher sich in einem Cafe zu treffen. Zentral, vielleicht für beide mit dem gleichen Aufwand verbunden. (Geld und Zeit). Habe z.B. letztens im "Gelbe Seiten" in Karlsruhe gesessen und der Musik zugehört, einen Kaffee getrunken und geredet. Diese Atmosphäre hätte ich zuhause nicht gehabt. Letztlich hat beides sein Für und Wider und ich schliesse mich Johannes an.

 
At 12:12 PM, Blogger Josha Eisenhut said...

Ich treffe mich lieber mit Leuten an sogenannten Third Places. Das mag daran liegen, dass ich Familie habe, in einer begrnzten Eohnung lebe und meine Familie dadurch durch meinen Besuch "mitbelaste". Es gibt allerdings einen gewählten kreis von Freunden, die für mich mit zur Familie gehören. Diese Leute schneien auch so einfach mal auf einen Kaffe oder ein Bier herein. Das ist cool.

 
At 4:02 PM, Blogger Joachim S. Müller said...

Schon als Junge hab ich mir Pläne gezeichnet, wie mein Haus mal aussehen soll. Anfangs war ich mehr in Richtung auffälliger Architektonik interessiert und habe immer irgendwie einen See an oder in das Haus integriert.
Vor etwa 10 Jahren kam ich drauf, daß es total geil sein muß, ein altes Haus zu haben, was relativ groß ist und einen nicht zu ordentlichen "Externen" Bereich hat, der immer offen ist für Freunde und Bekannte, und einen "Kern" in dem man seine lebenswichtigen Sachen (Papiere, Geld, Computer, Musikanlage,...) aufhebt, der nicht allen zugänglich ist. Und das ganze nicht zum Partys feiern, wie man das aus schlechten Filmen so kennt, sondern um Gemeinschaft zu haben und um niemmals einen rauswerfen zu müssen.
Das ist dann so eine Mischung aus First und Third-Place würde ich sagen.
Am besten so groß, daß wenn ein Freund eine Bleibe braucht, man ihm einfach sagen kann: Da, renovier dir das Zimmer da, und bleib dann halt erst mal hier.
Mal sehen, ob aus dem Traum mal was wird.
Ach ja, auf eine Masse Tiere müssen die Leute dann aber gefaßt sein, die leben da dann automatisch auch. :-)

 
At 4:53 PM, Anonymous Anonym said...

ich lad gerne leute ein, auch wenn mein Zimmer aussieht wie die Sau. Kommt vielleicht ganz kreativ rüber...
allerdings ist das schon eher selten geworden. Meistens treff ich Leute im Café. Stimmt schon.
Hab sie aber gerne bei mir. wenn sie dann in meinem Zimmer sitzen und meine ganzen coolen Bilder an der Wand sehen...

Gruß Schleudergefahr
dann wird jedem noch mein neuester Film auf's Auge gedrückt.
so ist das bei mir.

 
At 9:24 PM, Blogger Maresa said...

Seit ich in Freiburg wohne, kann ich es mir endlich platzmäßig erlauben, mich mit (vielen) Leuten in meinen 4 Wänden zu treffen. Hab das erst gestern abend wieder gemacht, hatte etwa 20 Leute hier und es war sehr gemütlich! Blöd am Daheimtreffen ist nur, dass man dann auch das Geschirr und den anderen Dreck der Leute wegmachen muss ;-)) Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Leute sehr gerne kommen. Sogar jetzt, wo ich etwas außerhalb wohne und es mit dem Fahrrad ne Weile dauert, bis man bei mir ist, sind mindestens 2 Mal pro Woche Leute hier zum Essen, trinken und Lobpreis machen. ZUhause ist es einfach viel ungezwungener, man kann sich frei bewegen und sich wenn es sein muss auch mal etwas daneben benehmen.

 

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