Du bleibst Gott / You are still God
In den letzten Tagen beschäftigt mich die Flutwelle in Asien. Mir fehlen die Worte um auszudrücken was ich empfinde. Es bleibt für die betroffenen Menschen zu beten und sie zu segnen – auch praktisch.
Eine Meditation über Gott und Wunder kam mir dazu heute in den Sinn – und ich möchte diese Gedanken, die von Jenny Baker stammen mit euch teilen:
Gott,
du sprachst in die Dunkelheit und das Chaos und es entstand Licht,
du erdachtest die Welt in ihrer Komplexität und Schönheit und riefst sie ins Sein,
du schufst die Menschheit nach deinem Bilde, und gabst uns ein Zuhause in dem wir leben können.
Wir glauben, dass du Wunder tun kannst;
Aber auch wenn du es nicht tust, bleibst du Gott.
Gott,
du gingst mit Schadrach, Meschach und Abed-Nego durch den Feuerofen,
du hieltst die Mäuler hungriger Löwen zu und bewahrtest Daniel bis zum Morgen;
du gabst Hannah eine Familie, als sie sich verzweifelt nach einem Kind sehnte.
Wir glauben, dass du Wunder tun kannst;
Aber auch wenn du es nicht tust, bleibst du Gott.
Gott,
du verwandeltest Wasser in Wein, so dass die Hochzeitsfeier weitergehen konnte;
du beruhigtest einen Sturm und deine Jünger mit Worten der stillen Autorität,
du machtest das Picknick eines Jungen zu einem Mahl für eine große Menge,
und einiges davon blieb übrig.
Wir glauben, dass du Wunder tun kannst;
Aber auch wenn du es nicht tust, bleibst du Gott.
Gott,
du heiltest eine Frau, die 12 Jahre lang Blutungen hatte und verachtet wurde,
du fragtest Bartimäus, was er wollte und gabst ihm sein Augenlicht wieder ,
du sahst zu, wie ein Gelähmter durch das Dach zu dir heruntergelassen wurde
und halfst ihm auf seine Beine.
Wir glauben, dass du Wunder tun kannst;
Aber auch wenn du es nicht tust, bleibst du Gott.
Gott,
du riefst Lazarus aus dem Grab und gabst ihm das Leben wieder,
du gingst an den Trauernden vorbei in das Haus des Jairus
und gabst ihm seine Tochter zurück;
du durchlittest eine furchtbare Kreuzigung, um die Sünde und den Tod zu besiegen,
und uns Leben zu geben.
Wir glauben, dass du Wunder tun kannst;
Aber auch wenn du es nicht tust, bleibst du Gott.
Gott,
du sagtest deinen Jüngern, dass sie größere Dinge tun würden, als du sie getan hast,
wir hören und lesen Geschichten von Wundern aus unserer Welt –
wie du kranke heilst,
Gefangene befreist,
Drogenabhängige von ihrer Sucht frei machst,
die richtige Summe Geld zur richtigen Zeit besorgst
Wir glauben, dass du Wunder tun kannst
Aber auch wenn du es nicht tust, bleibst du Gott.
Aber, Herr, wir sehen in unserer Umgebung nicht so viele Wunder,
Wir haben Freunde mit Krebs, wir beten, und sie werden nicht geheilt;
Wir haben Freunde, die sich nach Kindern sehnen, wir beten, und sie werden nicht schwanger.
Unser Zweifel ist vermischt mit Glauben,
Unser Vertrauen wird von Fragen begleitet.
Wir erkennen das Geheimnis von Glaube und Gebet an, und die Art wie sie verbunden sind,
Wir erkennen an, dass du Dinge oft anders machst, als wir das tun würden,
Wir sehnen uns danach, dich besser kennen zulernen, deine Wege besser zu verstehen.
Und wir glauben, dass du Wunder tun kannst;
Aber auch wenn du es nicht tust, bleibst du Gott.
Herr, wir glauben,
hilf unserem Unglauben.
© Jenny Baker – Grace, UK.
- - -
The Tsunami that has taken place a few days ago captures my thoughts every now and then. I feel unable to write about what I feel. Sometimes I think that it’s up to us to pray for the people who are victims and bless them – even practically.
And today a meditation from Jenny Baker came to my mind – which I want to share with you:
Lord God,
You spoke into darkness and chaos and then there was light;
You imagined this earth in its complexity and beauty and called it into being
You created humanity in your own image and gave us a home to live in
We believe you can do miracles
But even if you don't, you are still God
Lord God,
You walked with Shadrach, Meshach and Abednego through the fiery furnace
You shut the mouths of hungry lions and kept Daniel safe until morning
You gave Hannah a family when she despaired of ever having a child
We believe you can do miracles
But even if you don't, you are still God
Lord God,
You changed water into wine so the wedding party could continue
You calmed a storm and your disciples with words of quiet authority
You transformed a boy's picnic into a meal for a multitude with plenty left over
We believe you can do miracles
But even if you don't, you are still God
Lord God,
You healed a woman from 12 years of bleeding and rejection
You asked Bartimaeus what he wanted and then restored his sight
You watched a paralysed man being lowered through the roof and helped him to his feet
We believe you can do miracles
But even if you don't, you are still God
Lord God,
You called Lazarus from the tomb and restored him to life
You walked past the mourners at Jairus' house and gave his daughter back to him
You suffered a horrendous crucifixion in order to defeat sin and death and give us life
We believe you can do miracles
But even if you don't, you are still God
Lord God,
You told your disciples that they would do greater things than you had done
We hear and read stories of miracles in our world - of you healing the sick,
setting prisoners free, releasing drug addicts from their addiction,
providing the right amount of money at just the right time
We believe you can do miracles
But even if you don't, you are still God
And yet, Lord, we don't see many miracles happening around us
We have friends with cancer, and we pray, and they are not healed
We have friends who long for children, and we pray, and they do not conceive
Our doubt is mixed with faith
Our trust is accompanied by questions
We acknowledge the mystery of faith and prayer, and the ways in which they are connected
We acknowledge that you often do things differently to the way we would do them
We long to know you better, to understand more of your ways
And we believe you can do miracles
But even if you don't, you are still God
Lord we believe.
Help our unbelief
© Jenny Baker – Grace UK.
Im Haus der Eltern / At my parents place
„Weihnachten im Elternhaus ist wie eine böse Reise zurück in die Kindheit, an einen Ort, an dem Sie merken: Nichts hat sich verändert. Sie sind nie erwachsen geworden. Sie tragen den Streit aus, den Sie als Vierzehnjähriger ausgetragen haben.“ [Neon, Januar 05, Seite 55]
Die Aussage stammt von David Sedaris, einem Autor, der auf ähnlich sarkastische Weise über seine Herkunft, seine Familie und die Gesellschaft schreibt, wie Michael Moore. In der Härte stimme ich mit Sedaris Aussage nicht überein – ich fahre gerne zu meinen Eltern, und genieße die Zeit dort.
Eine Sache, die mir dabei jedoch aufgefallen ist, bezieht sich auf Gedanken und Gefühle, die in einem erwachen, wenn man wieder am Tisch im Elternhaus sitzt. Gedanken und Gefühle, die man abgelegt zu haben glaubt, die sich jedoch bei einer angeregten Unterhaltung unwillkürlich einstellen. Diese Erkenntnis hat mich zunächst schockiert und dann habe ich mir überlegt, wie ich wohl am Besten damit umgehe.
Gibt es solche Momente auch bei dir? Wie gehst du damit um?
- - -
There is an interview with David Sedaris in the current issue of NEON magazine. Where he is talking about the United States, politics, his family and Christmas in a sarcastic way that reminds me of Michael Moore.
One thing that made me thinking is about the thoughts and feelings that arise when you are back at the house of your parents. It shocked me when I realized that there are thoughts that I haven’t thought of a long time that appeared throughout a lively conversation with my parents. Yesterday I thought about a way to handle these kind of situations…
Are there situations like this in your life? How do you handle them?
Weihnachten / Christmas
Heute ist der 24te Dezember – der Tag, der auch „Heilig Abend“ genannt wird – der Tag, an dem eigentlich die Geburt Jesu gefeiert werden sollte. Wie viele von uns denken an Weihnachten jedoch lieber an gutes Essen, schöne Geschenke, Familientreffen – Stress…?
Ich sitze hier und möchte dir schöne Weihnachten wünschen – Zeit auf Jesus zu achten, den Menschen, denen du begegnest mit Liebe zu begegnen. Ich staune über das Wunder, dass Gott Mensch geworden ist und denke, dass wir ihn durch uns auch Mensch werden lassen können…
Ich wünsche dir schöne Weihnachten und seinen Segen.
- - -
“I wish you a merry Christmas…” – these words I remember from my English classes in school. And that’s basically what I want to say today.
Christmas meant to celebrate the birth of Jesus. And as I wonder about God became men – I realize that we can allow God to be men through us.
Have a beautiful holiday and be blessed.